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Vermögenswirksame Leistungen

Eine Vermögenswirksame Leistung, oft mit VWL abgekürzt, ist im Arbeits- oder Tarifvertrag festgelegt. Rechtliche gesehen ist sie Bestandteil des Gehalts und zählt damit zu den steuerpflichtigen Einkünften. Im Sinne des Sozialgesetzbuches sind VWL als Einkommen einzustufen und der Anspruch auf sie kann nicht übertragen werden. In Form der Vermögenswirksamen Leistungen beteiligt sich der Staat an der Vermögensbildung und/oder individuellen Altersvorsorge. Vermögenswirksame Leistungen werden vom Lohn abgezogen, falls der Restbetrag allerdings nicht ausreicht, um die zu leistenden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen, muss der Arbeitnehmer die notwendige Differenz ausbezahlen. Vermögenswirksame Leistungen werden in den unterschiedlichsten Berufsgruppen gezahlt. Je nach individueller Regelung werden damit die Altervorsorge und/oder die Vermögensbildung gefördert. In der Metall- und Elektroindustrie werden seit Oktober 2006 nur noch Vermögenswirksame Leistungen gefördert, die der Altersvorsorge dienen.



VWL zur Vermögensbildung sind nicht mehr gestattet. Ähnliche Vereinbarungen sind für die Chemieindustrie im Gespräch. In der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie müssen sämtliche VWL in die Altersvorsorge investiert werden. Im Zuge dessen fand eine Aufstockung der Vermögenswirksamen Leistungen von 319 auf 360 Euro pro Jahr statt. Die Anlage kann über verschiedene Formen erfolgen, wobei einige zusätzlich Vergünstigungen durch den Staat ermöglichen. Im Öffentlichen Dienst ist die Höhe der Vermögenswirksamen Leistungen ebenfalls genau geregelt und zwar über das Gesetz für vermögenswirksame Leistungen für Beamtinnen, Beamte, Richterinnen, Richter, Berufssoldatinnen, Berufssoldaten, Soldatinnen auf Zeit und Soldaten auf Zeit. Den Beamten bzw. Angestellten steht monatlich eine Vermögenswirksame Leistung in Höhe von 6,65 Euro zu. Seit 2009 gilt eine Neuerung, denn seit diesem Zeitpunkt können die Vermögenswirksamen Leistungen auch zur beruflichen Weiterbildung genutzt werden. Es ist sogar möglich, diese für den Ehegatten zu beanspruchen. Vermögenswirksame Leistungen werden durch den Staat über die Arbeitnehmersparzulage subventioniert. Allerdings kann der Arbeitnehmer die Subventionen nicht für willkürliche Investitionen beanspruchen, sondern nur für Bausparverträge, Darlehenstilgung von selbst genutzten Immobilien, Investmentfonds oder Geschäftsguthaben an eingetragenen Genossenschaften. Die Gewährung der Arbeitnehmersparzulage ist an Auflagen gebunden. So erhält diese nur ein Arbeitnehmer, der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erzielt und das Einkommen eine bestimmte Grenze nicht übersteigt. Fällig wird die Arbeitnehmersparzulage jedoch erst, wen etwa der Bausparvertrag fällig wird. Die Ansparzeit und damit auch Dauer der Gewährung der Arbeitsgebersparzulage erstreckt sich auf sechs Jahre. Beantragt werden muss diese jedoch jährlich im Rahmen der Steuererklärung. Erfreulich ist, dass die Arbeitgebersparzulage weder der Steuerpflicht noch der Sozialversicherung unterliegt. Seit Anfang 2010 fand eine Arbeitnehmerfreundliche Änderung statt. Seitdem gilt eine vierjährige Antragsfrist für die Sparzulage, vormals waren es nur zwei Jahre. So können auch Vergessliche noch von der staatlichen Subventionierung profitieren.
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VL Leistungen
VL Leistungen ist die gängige Abkürzung für vermögenswirksame Leistungen. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Zuschüssen des Arbeitgebers in Form von Entgeltumwandlungen und einem unmittelbaren staatlichen Zuschuss.

 

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